PARADONTOSE

Hauptursache aller Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches ist bakterieller Zahnbelag, die sogenannte Plaque. Dort siedeln Milliarden von Bakterien, deren Abfallprodukte Zähne und Zahnfleisch zerstören.

Die zunächst noch weichen Zahnbeläge können schon nach etwa 24 Stunden mit normaler, häuslicher Mundhygiene nicht mehr vollständig entfernt werden. In der Folge vermehren sich die Bakterien und greifen das Zahnfleisch an. Es schwillt an, entzündet sich und beginnt möglicherweise zu bluten. Da das Bluten in der Regel zuerst beim Zähneputzen auffällt, führt dies dazu, daß gerade an den gefährdeten Stellen noch zaghafter geputzt wird, und somit neue Beläge entstehen. Die Entzündung schreitet voran und Parodontose (richtiger: Parodontitis = die Entzündung des Zahnhalteapparates) ist die Folge.

Die Parodontose kann an einzelnen Zähnen aber auch generalisiert auftreten. Die ersten Entzündungsreaktionen können noch ohne bleibende Schäden geheilt werden. Meistens verläuft die Erkrankung allerdings chronisch. Fast unbemerkt bilden sich Taschen zwischen Zahn und Zahnfleisch, die mit dem Fortschreiten der Entzündung immer tiefer werden. Zahnstein bildet sich nun auch unter dem Zahnfleisch. Zusätzlich wird der Knochen angegriffen und abgebaut.

Letztendlich führt dieses zur Lockerung und schließlich zum Verlust der Zähne. Die Erkrankung kann jedoch durch eine Parodontosebehandlung gestoppt werden. Voraussetzung ist die Beseitigung der Zahnbeläge unterhalb und oberhalb des Zahnfleisches und deren dauerhafte Verbannung aus der Mundhöhle. Das gelingt allerdings nur durch ständige professionelle Betreuung.